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Corona-Übertragung durch Zeitschriften?

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  • 27. April 2020

Corona-Übertragung durch Zeitschriften?

Umfangreiche Hygienemaßnahmen bei der Belieferung unserer Lesezirkel-Kunden stehen seit Corona für uns an oberster Stelle. Aber was ist mit den Zeitschriften selbst?

Die Bundesregierung erlaubt weiterhin den Verkauf von Zeitschriften und auch das Bundesgesundheitsministerium gibt in seinen Hinweisen für Patientinnen und Patienten in Arztpraxen keinerlei Hinweis auf den Verzicht von Zeitschriften.

Bei Zeitschriften gehen wir von derselben Voraussetzung aus, die auch für Bargeld herrscht. Virologen halten eine Corona-Übertragung durch Bargeld für unwahrscheinlich. Weshalb? Corona überträgt wie die Influenza per Tröpfcheninfektion, also durch Husten und Niesen, im Extremfall auch durch Sprechen, betont der Frankfurter Virologe Gottschalk. Beim Noro-Virus, der Auslöser von Magen-Darm-Krankheiten ist, sei das anders. „Der kann sich übertragen, wenn man eine Türklinke anfasst oder einen Aufzugsknopf.“ Eine Übertragung des Corona-Virus auf diese Weise hält der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts für „extrem unwahrscheinlich“. Für ihn steht fest: „Wenn bei Corona tatsächlich eine solche Schmierinfektion möglich wäre, wäre die Kurve der Krankenzahlen viel steiler.“ Charité-Virologe Christian Drosten teilt diese Einschätzung. Das Corona-Virus sei „extrem empfindlich für Eintrocknung“, sagt er. Deshalb sei es so gut wie ausgeschlossen, dass Viren in ausreichender Zahl zusammenkommen, damit sich ein Mensch durch das Berühren einer Oberfläche infiziert.

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